Nicht eingeloggt
| 
|
Die am 21. Mai 1864 neu gegründete Zionsgemeinde suchte nach einer neuen Kirche, die noch im selben Jahr nach Plänen von Gustav Möller in Auftrag gegeben wurde und von dem Berliner Kirchenbauarchitekten August Orth ausgeführt wurde.
Aus Dankbarkeit, dass er einem Attentat (14. Juli 1861) entkam, richtete der spätere deutsche Kaiser Wilhelm I. einen Fond ein, mit dem der Bau neuer Kirchen finanziert werden sollte. 10.000 Reichstaler daraus waren für den Bau der Zionskirche. Zu Baubeginn war die Gegend um den Zionskirchplatz weitgehend noch Ackerland. Die Zionskirche wurde auf der höchsten Erhebung Berlins gebaut, sodass sie schon von Weitem sichtbar ist und der Turm mit den anderen Höhendominaten der Stadt korrespondiert. |
| |

| | 1866 erfolgte die Grundsteinlegung und sieben Jahre später, am 02.März 1873, wurde in Anwesenheit des Kaisers und seines Reichskanzlers Bismarck die Eröffnung gefeiert. Im Laufe der Bauzeit erhöhten sich die Gesamtkosten des Baus von 60.000 auf über 130.000 Reichstalern, 1868 - 1871 mussten die Bauarbeiten aus Mangel an finanziellen Mitteln eingestellt werden, nach der Reichgründung konnte der Kirchenbau aber weitergeführt werden.
Erst 1988 begann die Dach- und Turminstandsetzung. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands und einer denkmalpflegerischen Untersuchung der Innenausmalung im Altarbereich im Jahr 1992 begann ein Jahr später die vollständige Turm- und Dachsanierung. Die Glocken wurden wieder in den Turm gehangen und die stark defekten Fenster notverglast. Seit 2000 werden die vermauerten Fenster wieder geöffnet und die Außenfassade hergerichtet.
|
|